MSC Oftersheim e.V. 1953 im ADAC

steigt in den ADAC - Automobilslalomsport ein

 

In der Vorstandschaft beim ADAC – Ortsclub MSC Oftersheim hat man sich Gedanken gemacht in neue Betätigungsfelder im Motorsport zu investieren. Aufgrund verschiedener Umstände wie Verfügbarkeit des Veranstaltungsgeländes und der anhaltenden Corona – Pandemie, ist das Vereinsleben fast auf Null runtergefahren. Keine Clubabende, Vorstandssitzungen geschweige denn die beliebten Veranstaltungen wie Motorradslalom, Jugendkartslalom sowie Fahrradturniere und Seifenkistenrennen und gesellige Veranstaltungen sind möglich.

Allerdings hat man beim MSC Oftersheim nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern nach vorne geschaut. Nach einigen intensiven Gesprächen innerhalb der Vorstandschaft hat man sich dazu entschlossen mit einem Team in den Automobilslalomsport einzusteigen.

Bewusst war allen Beteiligten, dass dies auch finanzielle Aufwendungen mit sich bringt. Aber auf Initiative des Vorsitzenden Ralf Kumpf fanden sich auch einige Sponsoren, die den Einstieg für den MSC Oftersheim möglich machten.

Automobil-Slalom ist die Motorsport-Variante des Slalom und wird auf befestigter, ebener Fahrbahn (Asphalt, Beton o. Ä.) ausgetragen. Er zählt zum Breitensport, das heißt, er ist auch für Privatleute finanzierbar und erfreut sich deshalb großer Beliebtheit.

In einem Einzelzeitfahren soll der Teilnehmer eine durch Pylonen und Markierungen gekennzeichnete Strecke so schnell wie möglich zurücklegen. Das Umstoßen der " Pylonen " wird durch Addition von Strafzeiten im Sekundenbereich geahndet und erschwert somit das Erreichen einer vorderen Position. Präzision und ein sauberer Fahrstil sind somit wichtiger als reine Geschwindigkeit.

Der Start erfolgt stehend mit laufendem Motor, das Ziel wird "fliegend" durchfahren (selten wörtlich genommen). Die gestellten Aufgaben können sein:

  • einzelne Markierung
  • Torfolge nach links oder rechts versetzt
  • Pylonengasse bzw. Spurengasse
  • Folge von Markierungen in einer Linie (Schweizer Slalom)
  • halbe Wende
  • ganze Wende

Die Torbreite soll zwischen 2,50 und 3,50 m liegen.

Das Verschieben oder Umwerfen von Pylonen wird mit Zeitstrafen belegt, im allgemeinen drei Sekunden pro Fehler. Das Auslassen von einzelnen Aufgaben kann mit 15 Strafsekunden belegt werden oder zum Wertungsausschluss führen. Jedem Teilnehmer stehen ein Trainings- und zwei Wertungsläufe zur Verfügung. Deren Zeiten werden addiert, zuzüglich etwaiger Strafpunkte. So führt auch nur ein einziger Fehler – sprich 3 Strafsekunden – im Wertungslauf fast immer zu einem deutlichen Rangverlust.

Teilnehmen kann also im Endeffekt jedermann, der über einen Führerschein verfügt, Jugendliche ab 16 Jahren mit DMSB-Lizenz benötigen nicht einmal die Fahrerlaubnis für PKW, jedoch die Teilnahme am Sichtungslehrgang des ADAC Nordbaden..

Der DMSB ( Deutscher Motorsportbund ) regelt Slaloms über 1.000 m bis maximal 5.000 m pro Wertungslauf und Verbände wie Motorsport-Landesfachverbände oder Regionalclubs des ADAC erstellten Reglements für Clubslaloms bis 1000 m.

 

 

Wendigkeit, ein geringes Leergewicht, ein gutes Fahrwerk und die richtigen Reifen sind für erfolgreiche Slalomfahrzeuge wichtiger als reine Motorleistung.

Typischerweise sind Parkplätze, Industriegebiete, Flugplätze und auch Rennstrecken die Austragungsorte. Im Prinzip kann jeder Straßenabschnitt für einen Slalom verwendet werden.

Der Aufwand zum bloßen Mitfahren ist vergleichsweise gering. Man braucht eine Nationale Fahrerlizenz der Stufe C; das ist die niedrigste und preisgünstigste Lizenz. Es sind Fahrer zugelassen, die im Wettkampfjahr das 16. Lebensjahr vollendet haben bzw. haben werden. Das Fahrzeug muss weder neu noch verbessert sein. Insbesondere dürfen mehrere Teilnehmer auf einem Auto starten, nacheinander natürlich. Spezielle Sicherheitseinrichtungen (wie Überrollbügel) müssen nicht eingebaut sein, werden aber empfohlen. Ein geprüfter Schutzhelm sowie schulterbedeckte Kleidung, lange Hosen und entsprechendes Schuhwerk sind Pflicht.

Man kann aber auch den technischen Aufwand höher treiben und in entsprechenden Klassen mit profillosen Slicks fahren. Ein Überrollbügel bzw. Käfig bringt insbesondere im eingeschweißten Zustand Vorteile, weil er die Karosserie und das Fahrwerk versteift. Dadurch wird das Lenkverhalten präziser. Das Reglement erlaubt auch in den serienmäßigen Klassen "kleine" Änderungen an Fahrwerk und Bremsen, die sich fördernd auf die Schnelligkeit auswirken. Hierunter leidet die Alltagstauglichkeit des Fahrzeugs, so dass es besser auf einem Autotransportanhänger zur Strecke gebracht wird. Das ist eigentlich obligatorisch für die Gruppe H, in der weit reichende Änderungen am Fahrzeug erlaubt sind.

Neben den vielen regionalen und überregionalen Pokalen und Meisterschaften, wird auf nationaler Ebene eine Deutsche Meisterschaft und die Deutsche Rennslalom-Meisterschaft ausgeschrieben. Besonders letztere wird als die absolute Königsklasse im Slalomsport angesehen.

Trotzdem ist der Slalom die volksnaheste Form, Motorsport zu betreiben oder anzusehen, wobei der Eintritt  frei ist.

Der MSC Oftersheim hat, wie eingangs schon erwähnt, nun die Anschaffung eines Fahrzeugs

( VW Polo ), Autotransportanhänger, diverse Werkzeuge und Hilfsmittel getätigt.

Gefahren wird mit dem Fahrzeug in der Klasse – seriennah -  der Nordbadischen ADAC Meisterschaft und dessen Reglement.

Ziel ist es jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten recht günstig Motorsport zu betreiben und im Team zusammen erfolgreich zu arbeiten. Dazu werden max. 3 – 4 Fahrerplätze zur Verfügung gestellt, die mittels eines verbindlichen Fahrervertrags für den MSC Oftersheim an den Start gehen.

Bisher konnte leider weder Training noch Veranstaltungen stattfinden, jedoch sollte auch dies demnächst möglich sein aufgrund der Verordnungen durch die Landesregierung.

 

Interessierte junge Menschen sind beim MSC Oftersheim herzlich willkommen. Weitere Infos beim 1. Vorsitzenden, Ralf Kumpf  Tel.: 06202 / 52806.

 

                                                                                                Ralf Kumpf

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